VDW-Technologiesymposium in China: Flagge hissen für „Made in Germany“

Die Exporte nach China ziehen nach zwei schwierigen Jahren wieder an. Dies hat der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) zum Anlass genommen, seine Mitglieder bei der Bearbeitung des chinesischen Marktes mit einem Technologiesymposium zu unterstützen.

China ist der weitaus größte Absatzmarkt für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie. Entsprechend wichtig ist es für die Hersteller, auf diesem Markt präsent zu sein. Deshalb hat der VDW vom 27. November bis zum 1. Dezember in den chinesischen Städten Tianjin, Chengdu und Shenzhen ein Technologiesymposium abgehalten. 20 Mitgliedsunternehmen nutzten die Gelegenheit, sich und ihre Produkte vorzustellen. Gemäß Falk Herkner, dem Vertriebsleiter der Werkzeugmaschinenfabrik Waldrich Coburg, diente die Veranstaltung dazu, Flagge zu hissen für „Made in Germany“ und Kundenkontakte zu generieren.

Der VDW wählte nach eigenen Angaben als Standort für das Symposium bewusst keine Zentren wie Peking oder Schanghai. Denn die Verbandsmitglieder benötigten vor allem in der Provinz Unterstützung beim Geschäftsaufbau. Zudem konzentrierten sich in den drei gewählten Städten wichtige Abnehmerbranchen.

Tianjin zählt zu den größten Freihandelszonen Chinas. In der nordostchinesischen Hafenstadt haben 142 der 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt einen Ableger, darunter Siemens, VW, Airbus, Samsung, Toyota, Continental und Honeywell. Chengdu besitzt eine starke Luftfahrtindustrie. Die Hauptstadt der Provinz Sichuan beherbergt beispielsweise den Flugzeug- und Rüstungskonzern AVIC sowie den Triebwerkshersteller AECC Aero Science & Technology. Shenzhen bietet eine blühende IT- und Telekommunikationsindustrie. Das bekannteste Unternehmen der Stadt ist der Telekomausrüster Huawei.

In den Jahren 2015 und 2016 nahmen die Exporte deutscher Werkzeugmaschinen nach China stetig ab. Doch 2017 drehte der Wind: Die chinesische Nachfrage nach Werkzeugmaschinen stieg im ersten Halbjahr um 4 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro. Die deutschen Hersteller, die nach den Japanern am meisten Werkzeugmaschinen ins Reich der Mitte liefern, konnten im selben Zeitraum eine Exportzunahme von 18 Prozent verzeichnen.

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